Himalaya Blick auf Annapurna Range von Poon Hill
Trekking

Himalaya Trek: Dhampus – Poon Hill – Nayapul

Unser Poon Hill Trek führt vom Ausgangspunkt Phedi (18 km NO von Pokhara) zu unserem Ankunftsort Nayapul (40 km NO von Pokhara). Im März 2008 wanderten wir (Kevi, Billy und Helga) durch den faszinierend Bergregenwald zum Aussichtspunkt auf dem Poon Hill (3210 m), um die Giganten des Annapurna-Range zu bewundern. Geplant hatten wir dafür sieben Wandertage, kürzen jedoch zwei Übernachtungen raus und waren insgesamt fünf Tage auf diesem schönen Teahouse-Trek unterwegs.

InformationBeschreibung
HighlightPoon Hill (3210 m) mit Aussicht auf die Gipfel im Annapurna Range
Anforderungeinfache Wanderung
JahreszeitDie Frühlingssaison ist besonders für diese Tour geeignet, da die Rhododendren im Dschungel jetzt blühen.
WegebeschreibungDer Weg führt durch das Pashchimanchal in die Annapurna Conservation Area in Nepal. Wir durchwandern auf diesem Trek die viele Dörfer von Gurung, Magar und anderen ethnischen Gruppen und deren traditionelles Ackerland auf Hügelterrassen und den blühenden Bergregenwald.

1. Tag: Phedi (1150 m) ➔ Dhampus (1660 m)

Tagesetappe
Gehzeit1 Std 15 min
Wegstrecke2,25 km
Anstieg510 Höhenmeter

Die Anfahrt von Pokhara mit dem Taxi geht nach Phedi. Dort beginnt unsere Wanderung am Nachmittag bei Regen. Am Devi Mandir Tempel vorbei gehts weiter entlag angelegter Terrassenfelder, die von den Bauern bewirtschaftet werden. Danach führt unser Weg nach Lower Dhampus zum Hill Top Guesthouse. Wir erreichen Dhampus auf 1660 m und schlafen in einer Teahouse Lodge.
Heute ist Shivarati, im Dorf wird dieses Fest laut gefeiert: Zuckerrohrstangen werden im Feuer erhitzt und explodieren mit lautem Knall und Rauch, wenn sie auf den Boden geschlagen werden. Die Nacht ist kalt und feucht, es regnet die ganze Zeit. Dhampus ist bekannt für seine spektakuläre Sicht auf den Annapurna Himalaya Range. Vielleicht klappt`s ja am Morgen mit der schönen Sicht.

2. Tag: Dhampus (1660 m) ➔ Landruk (1655 m)

Tagesetappe
Gehzeit5 Std 30 min
Wegstrecke14,8 km
Anstieg760 Höhenmeter
Abstieg780 Höhenmeter

Glücklicherweise klart es am Morgen auf und der Blick auf die Gipfel vom Machapuchare und des Annapurna-Range sind frei.
Wir brechen nach Landruk auf:
Wir passieren viele bewirtschafte Terrassen und Lauschen der Natur und riechen den Duft des Regenwaldes.
Kleine Dörfer wie Pothana, Pittam Deurali, Bherikhara passieren wir. Die erste Hängebrücke über den Ghatte Khola River wird überquert, rechts vom Weg liegt das Dorf Ghyamu.
Es folgen die Ansiedlungen Mid und Tolka und die nächste Hängebrücke führt über den Tibu Khola River.
Wir erreichen Jugepani, es geht weiter nach Kaukyu, durch Dadathar und vorbei an einer Mühle und Reisterrassen bis nach Landruk.

3. Tag: Landruk (1655 m) ➔ Ghandruk (1980 m)

Tagesetappe
Gehzeit2 Std 10 min
Wegstrecke3,8 km
Anstieg700 Höhenmeter
Abstieg320 Höhenmeter

Morgens liegt der freie Blick auf den Annapurna South vor uns.
Über Hängebrücken wird der Modi Khola Rivers überquert, in den Felswänden sehen wir wilde Bienenstöcken.
Der Modi Khola fließt später in den Kali Gandaki River, dieser mündet in den Ganges.
Vorbei an Feldarbeiter auf ihren Terrassen, gehts durch das Dorf Kyumi. Von dort haben nochmals einen schönen Blick zurück nach Landruk.
Terrassenbewirtschaftung mit Wasserbüffeln, Serpentinen durch den Bergregenwald bis zum Tempel Shree Khamrun folgen entlang des Wegs.
Ankunft am Gate Gandruk mit Rückblick nochmals nach Landruk, der letzte Aufstieg für heute durchs Dorf vorbei am Blumenkohlfeld zum Guesthouse.
In der Village von Ghandruk wohnen überwiegend Angehörige der Ethnie der Gurung bekannt auch durch ihre Gurkha Soldaten.

4. Tag: Ghandruk (1980 m) ➔ Ghorepani (2750 m)

EtappeGhandruk (1980 m) ➔ Tadapani (2690 m)
Gehzeit2 Std 20 min
Wegstrecke6,2 km
Anstieg660 Höhenmeter
EtappeTadapani (2690 m) ➔ Ghorepani (2750 m)
Gehzeit6 Std 45 min
Wegstrecke7,8 km
Anstieg804 Höhenmeter
Abstieg614 Höhenmeter

Morgens gibts freie Sicht auf den Annapurna II, Hiunchuli und Machapuchare.
Während wir unser Frühstück in der Lodge essen, warten die Sherpas vor dem Fernseher auf ihre Trekker.
Vorbei geht’s an der Dhiky Reismühle, ein Bauer kontrolliert seinen Feigenbaum. Wir laufen am Sportplatz des Dorfes vorbei, während die Wolken wieder aufziehen und sich in den Tälern sammeln.
Wir steigen nach Tadapani auf:
Am Hotel Lonley Planet in Sitkyu machen wir eine Teepause, dort werden „nepalesische“ Handarbeiten angeboten, die meist aus China kommen.
Durch den Zauberwald laufen wir an einem Wasserfall vorbei.
Über viele Stufen steigen wir nach Bhaisi Khara auf.
Durch die wunderschönen Rhododendronwälder, die um diese Jahreszeit blühen, geht’s weiter.
Ein Brahmane kommt uns mit seine 30 kg Gepäck entgegen, ein weißschwarzes Schaf meckert rum. Der nächste Aussichtpunkt liegt an der Wegkreuzung nach Komrong Danda. Bald darauf erreichen wir Tadapani.
In unserem geplanten Nachtdomizil sind alle Lodges des Dorfes Tadapani (2600 m) von eine koreanischen Großgruppe belegt.
So wandern wir eine Tagesetappe weiter bis nach Gorepani über die Brücken mit den typischen Gebetsfahnen, die an allen Pässen und Brücken hängen.
Die ersten Sherpas, die Vorgruppe der 100 Koreaner, kommen uns entgegen. Für uns gehts bergab vorbei an den ganzen Koreanern.
Viele Treppen folgen nun bis zur Trekkers Sanctuary Lodge in Bantharkari Hill (2660 m).
Der Blick Richtung Poon Hill liegt leider jetzt in Wolken.
Weiter geht’s nach Ban Thanti entlang des Mutlung Khola Rivers bis wir in oben in Deurali (3190 m) ankommen.
Danach passieren wir den Thapla (Deurali) Pass auf 3165 m. Nun gehts abwärts bis wir am Abend Gorepani erreichen.

5. Tag: Gorepani (2750 m) ➔ Poon Hill (3210 m) ➔ Nayapul (1013 m)

EtappeGhorepani (2750 m) ➔ Poon Hill (3210 m)
Gehzeit48 min
Wegstrecke1,6 km
Anstieg280 Höhenmeter
EtappePoon Hill (3210 m) ➔ Nayapul (1013 m)
Gehzeit7 Std 30 min
Wegstrecke19,8 km
Anstieg130 Höhenmeter
Abstieg2248 Höhenmeter


Heute ist das Highlight der Wanderung zu sehen:
Im Morgengrauen steigen wir von Gorepani auf den Poon Hill (3210 m), der Aufstieg dauert ca. eine knappe Stunde. Pünktliche zum Sonnenaufgang kommen wir mit vielen anderen Wanderern an.
Der wolkenlose Blick auf die vielen Himalaya-Gipfel ist wirklich atemberaubend. Wir genießen die Aussicht auf die schneebedeckten Berge. Einige der schönsten Peaks, die wir heute Morgen sehen können, sind:

  • Machapuchare (6993 m)
  • Annapurna Süd (7219 m)
  • Himchuli (6441 m)
  • Nilgiri (6940 m)
  • Annapurna I (8091 m)
  • Dhaulagiri (8167 m)
  • Tukuche Peak (6920 m)
  • Hiunchuli (6441 m)

Wir steigen heute dem wärmsten Tag unserer Tour ab, ab, ab…
Erst gehen wir zurück nach Gorepani undr laden unser Gepäck wieder auf. Durch den Bergregenwald laufen weiter nach Nangethanti, vorbei an Wasserfällen nach Khaja Gha, weiter zum Hungry Eye Restaurant, beim Kumari Pun Restaurant queren wir wieder eine Hängebrücke. Unterwegs treffen wir auf Muli-Karavanen, fleißige Feldarbeiter und einen Hühnertransport.
Die Stufen nehmen kein Ende. Die nächsten Hängebrücke mit Wasserfällen bringt uns über den Purung Khola, der bei Biretanti in den Modi Khola fließt. Dann gehts weiter nach nach Thike Dhunga.
In der Ortschaft Tikhe Dhunga (1540 m) war ursprünglich eine Übernachtung geplant, wir entscheiden uns aber für den Mammut-Abstieg von 3210 m auf 1070 m ohne nochmals in einer Lodge zu übernachten. Billy hat sich in Gorepani bei Nudeln mit gekochtem Tomatenketchup den Magen verdorben und träumt von einem Essen mit kühlem Bier am Abend in Pokhara. Das Essen ist unser größtes Problem unterwegs beim Trekken. Mein Tipp: am besten immer Schwarzbrot und Hartkäse für unterwegs dabeihaben, wenn das Essen in den Lodges gar zu schleckt schmeckt.
Wir passieren Hile (ca. 1500 m) die Dörfer werden größer, meine Beine immer schwerer.
Am Bhurungdi Khola River geht’s entlang an vielen Restaurants und Lodges vorbei nach Birethanti.
Dort queren wir wieder den Modi Khola River und laufen nach Khaja Ghar, über geht’s über den letzten Fluss auf diesem Trek den Dhoti Khola River.
Meine Knie sind sehr erholungsbedürftig nach dem langen für mich ungewohnten Abstieg heute, den Männern hats anscheinend nicht so viel ausgemacht, ich konnte wegen Blasen den letzten Teil des Abstiegs nur noch in Turnschuhen gehen.
Endlich in Nayapul (1070 m) angekommen, sitzen wir um 20 Uhr im Taxi nach Pokhara und freuen uns auf ein gutes Abendessen und ein entspannendes Fußbad.